Die Rennserie "Hart-Im-Kart" wird auf verschiedenen Kartbahnen in Deutschland,
In- sowie Outdoor gefahren und ist eine Team-Serie.
Es erfolgt eine Team-Wertung, keine Fahrer-Wertung.
§1 Gültigkeit des Regelement
Die auf der Internet-Seite www.Hart-Im-Kart.de veröffentlichte, stets aktuelle Fassung des Reglements hat Gültigkeit.
§2 Teilnahmebedingungen
Sowohl Hobby-Fahrer(innen) als auch Profis sind für die Veranstaltung zugelassen.
Das Mindestalter beträgt 14 Jahre, das 14. Lebensjahr muß zum Renntag vollendet sein.
Minderjährige benötigen die schriftliche Zustimmung mindestens eines Erziehungsberechtigten.
Der Haftungsausschluss der einzelnen Kartbahnen muß in diesem Fall von einem Erziehungsberechtigten,
bzw. dessen benannten Vertreter unterzeichnet werden.
Personen, welchen auf einer Kartbahn beispielsweise ein Haus- oder Fahrverbot ausgesprochen wurde,
sind von der Teilnahme an einer Veranstaltung auf dieser Kartbahn ausgenommen.
§3 Haftungsausschluss
Alle Teammitglieder (Fahrer, Betreuer, Begleiter etc.) erklären durch Abgabe der Nennung den Verzicht von Ansprüchen jeglicher Art für Schäden, welche in Zusammenhang mit den Veranstaltungen und/oder dem Besuch der jeweiligen Kartbahn entstehen.
Dieser Ausschluss entbindet in keinem Fall die aktiven Teilnehmer vom vollständigen Ausfüllen und Unterzeichnen des Haftungsausschlusses der jeweiligen Kartbahn, auf der eine Veranstaltung stattfindet.
§4 Veranstaltungs-Ablauf
Die einzelnen Rennveranstaltungen werden nach dem auf der Internet-Seite www.Hart-Im-Kart.de angegebenen Zeitplan durchgeführt.
§5 Absage der Veranstaltung
Die Veranstaltung findet bei mindestens 12 gemeldeten Teams statt.
Der Veranstalter ist berechtigt, die Veranstaltung bei höherer Gewalt oder nicht ausreichender Anzahl von Anmeldungen, ohne Verpflichtung zum Schadensersatz abzusagen.
Sind freie Plätze für Teams vorhanden, ist der Veranstalter berechtig, diese an Gast-Teams seiner Wahl zu vergeben.
§6 Anzahl der Rennen und Streichergebnisse
Die Serie setzt sich aus insgesamt 10 Renn-Veranstaltungen zusammen.
Diese werden alle als Rennen zu 6 Stunden und 6 Minuten ausgetragen. Streichergebnisse sind z.Zt. nicht vorgesehen, es fließen alle Renn-Termine in die Jahres-Wertung ein.
§7 Nennung, Nenngebühr / Startgeld
Pro Veranstaltung können i.d.R. maximal 15 Teams genannt werden.
Sollte ein Bahnbetreiber mehr als 15 Karts auf der Strecke zulassen,
wird dies beim jeweiligen Renntermin vermerkt und ggf. separat bekanntgegeben. Die maximale Anzahl der Startplätze kann jederzeit im Datenpflege-Portal der Serie unter https://secure.byteride.de/MyHiK online eingesehen werden. Die Teams sind angehalten ihre verbindlichen Nennenungen mittels des angegebenen Datenpflege-Portals abzugeben.
In Ausnahmefällen werden Nennungen auch per eMail akzeptiert.
Sind bereits alle Startplätze vergeben, können sich weitere Teams in eine Warteliste eintragen lassen.
Nennungen werden in der Reihenfolge des Nennungseingangs berücksichtigt.
Nennungen können bis 1 Tag vor Veranstaltungsbeginn erfolgen.
Eine Nenngebühr wird nicht erhoben!
Zur Sicherstellung der Startfähigkeit bei allen Rennen, geben jedoch die Stamm-Teams, vertreten durch einen volljährigen Teamchef, zum ersten Renntermin einer Saison eine schriftliche Teilnahme-Erklärung für alle Rennen zu welchen das Team genannt hat ab. Ein Vordruck für die Telnahme-Erklärung wird von Veranstalter bereitgestellt. In der Teilnahme-Erklärung sind die Details zum Verfahren bei nicht Erscheinen zu einem Renntermin, ein eventueller Ausstieg aus der Serie etc. nochmals in Papierform geregelt.
Als Absagefrist für eine Veranstaltung gilt: Absage bis 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn.
Bei einer Nicht-Teilnahme ohne fristgerechte Absage, gilt:
Sofern keine bzw. eine nicht ausreichende Zahl von Teams auf der Warteliste stehen,
oder Teams von der Warteliste nicht in der Lage sind kurzfristig einzuspringen, ist als Ersatzleistung für den Ausfall das Startgeld in voller Höhe innerhalb einer Frist von 2 Wochen nach dem Renntermin direkt an den Bahnbetreiber zu entrichten.
Jedes Team hat die Möglichkeit, noch am Vortag einer Veranstaltung
selbst ein Ersatz-Team beim Veranstalter zu benennen!
Das Startgeld für die 6-Stunden Indoor-Veranstaltungen beträgt 300 EUR je Team, je Veranstaltung.
Das Startgeld ist am Veranstaltungs-Tag bei der Einschreibung des Teams VOR Beginn des Qualifyings / Freien Trainings in voller Höhe an den Bahnbetreiber zu entrichten.
§8 Ablehnung von Teams oder Fahrern
Der Veranstalter und die Bahnbetreiber behalten sich das Recht vor,
Nennungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
§9 Die Teams, Teamzusammenstellung
Jedes Team muß bei der Einschreibung in die Serie einen Teamnamen angeben,
sowie einen Teamchef und einen stellvertretenden Teamchef mit Angabe von Handy-Rufnummer und Email-Adresse benennen.
Teamchef und Stellvertreter können aktive Fahrer(innen) sein, müssen aber nicht.
Ein Fahrer darf nicht in einem Rennen für mehrere Teams gleichzeitig fahren.
Von der Rennleitung benannte Ersatz-Fahrer, die bereitstehen um von jedem Team in Anspruch genommen zu werden,
dürfen für mehr als ein Team zum Einsatz kommen.
Die Regelung zur Anzahl der aktiv an einer Rennveranstaltung teilnehmenden Team-Mitglieder ist unter
"Mindest-Fahrerzahl je Team" im Reglement zu finden.
Veränderungen an der Teamzusammenstellung dürfen am Renntag nach der Einschreibung nicht mehr vorgenommen werden.
Die Anzahl von nicht aktiv an einer Veranstaltung teilnehmenden Betreuern, ist nicht reglementiert.
Als Betreuer(in) gilt eine Person, welche mit einem Team-Mitglied anreist oder sich während der Renn-Veranstaltung dauerhaft beim Team aufhält. Erziehungsberechtigte von minderjährigen Fahrerinnen / Fahrern, bzw. deren Stellvertreter gelten ebenfalls als Betreuer.
§10 Mindest-Fahrerzahl je Team
Da das Motto der Serie Hart-Im-Kart lautet,
sind 2 Fahrer(innen) als Mindestanzahl an Teammitgliedern vorgesehen. Dies entspricht bei einem 6-Stunden Rennen plus Qualifying in etwa 3 1/2 Stunden Fahrzeit je Teilnehmer!
Eine Maximalanzahl von Fahrer(innen) ist nicht vorgeschrieben.
§11 Mindest- und Maximal-Fahrzeiten
Jede(r) Fahrer(in) eines Teams muß mindestens 1 gezeitete Runde im Rennen gefahren sein.
Eine Maximal-Fahrzeit ist nicht vorgeschrieben.
Sollte jedoch der Rennleiter feststellen, daß ein Fahrer aufgrund von zu langer Fahrzeit im Kart überfordert ist, kann er diesen Fahrer auswechseln lassen, bzw. das Team ggf. aus dem Rennen zu nehmen.
Im Qualifying muß ebenfalls jeder Fahrer eines Teams mindestens 1 gezeitete Runde nachweisen können.
§12 Mindestgewicht / Zusatzgewichte / Gewichtskontrolle
Jede(r) Fahrer(in) muss zu jeder Zeit im Kart ein Mindestgewicht von 75 kg inklusive Fahrer-Ausrüstung nachweisen können.
Bei Kartbahnen auf denen eine Kart-Wage installiert ist, wird das Fahrzeug inkl. Fahrer gewogen. Das Mindest-Gesamtgewicht inkl. Fahrer wird in diesem Fall während der Teamchef- / Fahrerbesprechung bekannt gegeben.
Es ist also beim Gewichtsausgleich auch der Treibstoffverbrauch mit einzukalkulieren.
Fahrer(innen), welche das Mindestgewicht nicht erreichen, müssen zusätzliches Gewicht mit sich führen. Dies darf am Körper getragen werden oder in den Sitz gelegt werden. Zusatzgewichte müssen so beschaffen sein, daß keine Beschädigungen am Sitz des Kart auftreten können.
Zusatzgewichte sind durch die / den Fahrer(in) selbst zu stellen.
Kommen bei einer Rennveranstaltung Karts mit Gewichtskästen zu Einsatz, so sind diese zu verwenden oder das Gewicht ist am Körper zu tragen.
Werden Gewichtskästen benutzt, sind die vom Bahnbetreiber dafür vorgesehenen Gewichte zu verwenden.
Gewogen wird nach jedem Fahreinsatz eines Teilnehmers.
Alle aktiven Teilnehmer sind verpflichtet, sich innerhalb einer Minute nach Verlassen des Kart an der Wiege-Station einzufinden.
Fahrer werden bei angezeigtem Untergewicht maximal 1x nachgewogen.
Strafen für Betrugsversuche beim wiegen, das Unterschreiten des Mindestgewichtes und verspätetem Erscheinen,
bzw. nicht Erscheinen bei der Gewichts-Kontrolle sind im Paragraph "Strafen" aufgeführt.
Jeder Fahrer muß seine Zusatzgewichte SELBST zur Gewichtskontrolle und ins Kart transportieren,
hiervon ausgenommen sind Fahrer(innen) die Sitzschalen mit einem Gewicht von 20KG und mehr verwenden.
Ein hiervon abweichendes Verfahren von Teammitgliedern wird als Betrugsversuch gewertet.
Hinweis: Bei der Gewichtskontrolle wird auch das Absolvieren der Pflichtwechsel eingetragen/überprüft, daher sollte jedem Fahrer an folgenden (einfachen) Dingen gelegen sein:
- rechtzeitig bei der Gewichtskontrolle zu erscheinen
- dem Personal an der Wiegestation DEUTLICH den Team- und Fahrer-Namen zu nennen
§13 Fahrerausstattung / Bekleidung
Während des Fahreinsatzes ist jeder Fahrer verpflichtet,
einen geschlossenen Integralhelm, einem homologierten Overall (mindestens CIK FIA Level 1), Handschuhe und festes Schuhwerk zu tragen.
§14 Teamchef-Besprechung / Fahrer-Besprechung
In der Regel findet eine kombinierte Teamchef- und Fahrer-Besprechung statt.
Die Zeiten der Teamchef-, sowie Fahrer-Besprechung je Veranstaltung sind jedoch immer bei den Veranstaltungs-Infos angegeben.
Bei der Teamchef-Besprechung muß der Teamchef oder sein Stellvertreter anwesend sein.
Ein nicht Erscheinen zur Teamchef-Besprechung führt ggf. zur Disqualifikation des gesamten Teams.
Die Teilnahme an der Fahrer-Besprechung ist für jeden aktiven Teilnehmer Pflicht.
Ein nicht Erscheinen zur Fahrer-Besprechung führt ggf. zur Disqualifikation des/der betroffenen Fahrer(in).
§15 Rennleitung
Der/die Rennleiter(in) (und ggf. Stellvertreter) ist die höchste Instanz während der gesamten Rennveranstaltung.
Entscheidungen / Urteile der Rennleitung sind unanfechtbar!
Ausschließlich die Rennleitung verhängt Strafen.
Beleidigende Äußerungen gegenüber der Rennleitung oder Streiten mit der Rennleitung können mit Zeitstrafen, in schwerwiegenden Fällen auch mit Disqualifikation geahndet werden.
Dies liegt im Ermessen des Rennleiters.
§16 Die Karts, Reparaturen / Änderungen / Manipulatuion
Die Karts werden von der jeweiligen Bahn zur Verfügung gestellt.
Es dürfen an den Karts keine Veränderungen durchgeführt werden.
Hiervon ausgenommen ist das Einsetzen von Sitzschalen und Anbringen eigener Laptimer am Lenkrad. Um Beschädigungen zu vermeiden, muß beides vom Bahnbetreiber zugelassen sein. Bei Anbringung eines Laptimers ist vorher die Zustimmung des Bahnbetreibers einzuholen.
Anderungen und Reparaturen am Kart sowie die Betankung der Karts werden ausschließlich durch das Streckenpersonal vorgenommen. Die Reifendrücke werden nur vom Streckenpersonal kotrolliert oder geändert.
Eigenmächtige Veränderungen am Kart / Reifendruck werden als Manipulations-Versuch betrachtet und führen zu einer durch die Rennleitung festzulegenden Strafe; Dies kann bis zur Disqualifikation reichen.
§17 Kartauslosung / Startnummern
Während der Teamchef- / Fahrerbesprechung werden die Karts ausgelost.
Mit dem zugelosten Kart ist das Qualifying, sowie der Start-Turn des Rennens zu fahren.
Die Startnummern werden vor dem Qualifying durch die Rennleitung oder eine von der Rennleitung beauftragte Person nach aktuellem Meisterschaftsstand der anwesenden Teams vergeben.
Beispielsweise erhält das meisterschaftsführende Team die Startnummer 1, das zweite die Nummer 2 etc.
Gastteams erhalten ihre Startnummer nach Vergabe der Startnummern an die fest eingeschriebenen Teams.
Bei Meisterschaftsbeginn werden die Startnummern frei vergeben.
§18 Renn- und Qualifyingmodus
Die Veranstaltungen bestehen aus einem ca. 1-stündigen Qualifying und einem Rennen von ca. 6 Stunden und 6 Minuten.
Nach Absprache mit dem Bahnbetreiber durch den Veranstalter kann ggf. bei einzelnen Veranstaltungen zusätzlich ein freies Training ausgeschrieben werden.
Die schnellste im Qualifying gefahrene Runde entscheidet über die Startaufstellung. Bei Zeitgleichheit im Qualifying entscheidet die von einem Team zuerst gefahrene schnellste Runde über die Plazierung in der Startaufstellung. Haben 2 Teams die Zeitgleichheit in der selben Runde gefahren, so erhält das Team mit weniger gefahrenen Qualifying-Runden den besseren Startplatz.
§19 Rennstart / Startaufstellung
Die Startaufstellung erfolgt 10 Minuten vor der offiziellen Startzeit.
Direkt vor dem Rennstart wird eine Aufwärmrunde gefahren.
Der Rennstart selbst erfolgt stehend, gemäß dem Ergebnis des Qualifyings.
Ein eventuelles Überholverbot direkt nach dem Start wird ggf. zwischen der Rennleitung und den Teamchefs in der Teamchef-Besprechung festgelegt.
Bei Startunfällen erfolgt ggf. ein Rennabbruch mit Restart.
Die Rennzeit läuft in diesem Fall weiter, es wird keine zusätzliche Aufwärmrunde gefahren.
Der / die Verursacher(in) des Startunfalls wird beim Neustart an das Ende des Starterfeldes gesetzt.
§20 Boxengasse
Bei einem Rennabbruch ist die Boxengasse geschlossen!
Vor dem Einfahren in die Boxengasse ist die Hand deutlich zu heben.
An der Haltelinie muss das Kart mit allen 4 Rädern zum Stillstand kommen.
Dies kann ggf. durch ein elektronisches System sichergestellt werden.
In der Boxengasse darf maximal Schrittgeschwindigkeit gefahren werden
(Ein Helfer oder anderes Team-Mitglied kann beispielsweise leicht versetzt vor dem Kart herlaufen).
Der gleichzeitige Aufenthalt von Mitgliedern eines Teams in der Boxengasse ist wie folgt beschränkt:
Ein Helfer / Betreuer (z.B. Teamchef oder dessen Stellvertreter),
der Fahrer der in das Kart wechselt,
der Fahrer der aus dem Kart wechselt.
§21 Kartwechsel
Während eines Rennens werden die Karts unter den Teams gemäß den Startnummern durchgetauscht.
I.d.R. finden 4 Kartwechsel je Rennveranstaltung statt.
Sollte das Pacekart während des Wechsels auf die Strecke fahren, wird der Kartwechsel so lange ausgesetzt. Ebenso, wenn ein Kart-Defekt während der Wechsel-Phase auftritt. Wurde ein Team in den genannten Fällen bereits durch die Rennleitung zum Wechsel einberufen, so wird dieser Wechsel noch durchgeführt.
Die Kartwechsel finden in einem gesondert ausgewiesenen Bereich der Strecke / Boxengasse statt.
Jeder reguläre Kartwechsel dauert mindesten 60 Sekunden.
Der Fahrer muß innerhalb von 2 Runden nach Anzeigen seines Wechsels durch die Rennleitung in die Boxengasse / Wechsel-Zone einfahren.
Während eines Kartwechsels ist für dieses Team KEIN Fahrerwechsel zulässig,
alle anderen Teams dürfen ihre Fahrerwechsel weiterhin durchführen.
Das Zeitfenster der Kartwechsel wird von der Rennleitung festgelegt.
Transponder werden ausschließlich vom Streckenpersonal gewechselt.
Beim Kartwechsel muß das Zusatzgewicht vom Fahrer selbst in das neue Kart mitgenommen werden. Die Unterstützung durch Betreuer / andere Teammitglieder ist wie unter §12 geregelt.
Beispiel:
Das Team mit der Startnummer 1 erhält ein frisches, warmgefahrenes Kart.
Das Team mit der Startnummer 2 erhält das aufgetankte Kart, das zuvor mit der Startnummer 1 gefahren wurde, etc. .....
§22 Fahrerwechsel
Pro Rennen sind mindestens 5 Fahrerwechsel vorgeschrieben.
Im Qualifying muß jede(r) gemeldete Fahre(in) mindestens eine gezeitete Runde gefahren haben.
Die Fahrerwechsel finden in einem gesondert ausgewiesenen Bereich der Strecke statt.
Während eines Kartwechsels ist für dieses Team KEIN Fahrerwechsel zulässig,
alle anderen Teams dürfen ihre Fahrerwechsel weiterhin durchführen.
Hinweis: Bei der Gewichtskontrolle wird auch das Absolvieren der Pflichtwechsel eingetragen/überprüft, daher sollte jedem Fahrer an folgenden (einfachen) Dingen gelegen sein:
- rechtzeitig bei der Gewichtskontrolle zu erscheinen
- dem Personal an der Wiegestation DEUTLICH den Team- und Fahrer-Namen zu nennen
§23 Kart-Defekte / Ersatz-Kart
Die Bahnbetreiber halten für Kart-Defekte mindesten ein Ersatz-Kart bereit.
Defekte sind dem jeweiligen Bahnbetreiber umgehend zu melden.
Bei einem minderschweren Kart-Defekt, der ein Erreichen der Boxengasse noch erlaubt (z.B. "Plattfuß"), ist der Fahrer auch bei einem eventuell zu erwartenden Platzverlust verpflichtet, umgehend die Boxengasse in langsamer Fahrt anzusteuern. Die Hand ist deutlich zu heben.
Für den Zeitraum der Reparatur des Kart werden die regulären Kartwechsel durch die Rennleitung ausgesetzt.
Zeitverluste durch Kart-Defekte werden nicht gutgeschrieben.
Bei einem Kart-Defekt der keine Weiterfahrt erlaubt, muss der Fahrer im Kart sitzen bleiben und die Hand heben bzw. das Streckenpersonal auf sich aufmerksam machen,
bis das Streckenpersonal an der Bergungsstelle ist und eine Entscheidung trifft.
Ein Verlassen des Kart und Betreten der Strecke darf nur auf Aufforderung des Streckenpersonals erfolgen.
Beim Wechsel in ein Ersatz-Kart muß das Zusatzgewicht in das neue Kart mitgenommen werden.
§24 Rennunfälle / Dreher etc.
Bei einem Rennunfall oder Dreher muss der Fahrer im Kart sitzen bleiben.
Ein vorlehnen zum Lenkrad und Bewegen des Kart über die Vorderräder mit den Händen ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.
Sofern eine Weiterfahrt aus eigener Kraft nicht möglich ist, so ist die Hand zu heben bzw. das Streckenpersonal auf sich aufmerksam zu machen und auf das Eintreffen des Streckenpersonals an der Unfallstelle zu warten.
Ein Verlassen des Kart und Betreten der Strecke darf nur auf Aufforderung des Streckenpersonals erfolgen.
Zeitverluste wegen Unfällen oder Drehern werden nicht gutgeschrieben.
§25 Gelb-Phasen, Pacekart-Phasen
Gelblicht / gelbe Flagge:
Absolutes Überholverbot im jeweiligen Sektor.
Absolutes Überholverbot auf der gesamten Strecke, sofern gelb für die gesamte Strecke gilt.
Verbot des Verringerns des Abstandes zum Vordermann um 50% oder mehr ("Zufahren" von Lücken).
Ist ein Fahrer bereits VOR Eintreten einer Gelb-Phase in Angriffs-Position, darf diese gehalten werden.
Pacekart:
Kommt das Pacekart zum Einsatz,
hat sich das Feld gemäß der aktuellen Positionen hinter dem Pacekart einzureihen.
Während der Pacekart-Phase gilt absolutes Überholverbot auf der gesamten Strecke.
Die Boxengasse bleibt während einer Pacekart-Phase geöffnet, Fahrerwechsel sind weiterhin erlaubt.
Bei einem Fahrerwechsel hat sich der eingewechselte Fahrer and der Position in das Feld einzureihen,
an der er die Boxengasse wieder verlässt.
Ein Ausfahrt aus der Boxengasse darf allerdings in diesem Fall nicht erzwungen werden,
Karts die sich noch auf der Strecke befinden, haben Vorfahrt.
Sofern keine ausreichend große Lücke zur Ausfahrt vorhanden ist,
hat sie/er sich am Ende des Feldes einzureihen.
Die/Der Fahrer, durch den die Pacekart-Phase ggf. verursacht wurde, muß sich an der Position wieder einreihen,
an die sie/er "durchgereicht" wurde, sofern sie/er noch während der Pacekart-Phase wieder am Rennen teilnimmt.
Kartwechsel werden, wie unter Paragraph 21 beschrieben, für die Dauer der Pacekart-Phase ausgesetzt.
Die Beendigung der Pacekart-Phase wird durch Ausschalten der Blinkleuchten am Pacekart angekündigt.
Das Pacekart verlässt die Strecke in der Regel in die Boxengasse,
Abweichungen hiervon werden bei der Teamchef- bzw. Fahrerbesprechung bekanntgegeben.
Sobald das Pacekart die Strecke verlassen hat,
wird die Geschwindigkeit des Feldes durch den/die führenden Fahrer(in) vorgegeben.
Das Überholverbot ist erst NACH Überqueren der Start/Ziel Linie wieder aufgehoben.
§26 Strafen
Überfahren der Haltelinie in der Boxengasse: 10 Sekunden
Missachtung der blauen Flagge: 10 Sekunden
Die blaue Flagge wird einem Fahrer maximal 3x gezeigt,
hat der Fahrer nach dem 3. Anzeigen nicht umgehend reagiert, gilt dies Missachtung.
Missachtung der schwarzen Flagge: 2 Minuten bis zu Disqualifikation des Teams
Die schwarze Flagge wird einem Fahrer maximal 3x gezeigt,
hat der Fahrer nach dem 3. Anzeigen nicht umgehend reagiert, gilt dies Missachtung.
Zu schnell bei Gelblicht / gelber Flagge: 30 Sekunden
(Rundenzeit bei gelb mind. 2 Sekunden langsamer als Durchschnitt,
oder Ermessen der Rennleitung, bzw. Vorgabe des Bahnbetreibers. Dies wird in der Teamchef-Besprechung bekanntgegeben.)
Überholen bei Gelblicht / gelber Flagge: 30 Sekunden
Erstmaliges Verringern des Abstandes zum Vordermann um 50% oder mehr, bei gelb:
Mindestens Stop and Go, bis hin zum Wiederherstellen des ursprünglichen Abstandes
Wiederholtes Verringern des Abstandes zum Vordermann um 50% oder mehr, bei gelb:
60 Sekunden plus Wiederherstellen des ursprünglichen Abstandes
Überholen während einer Pacekart-Phase: 60 Sekunden
Überholen VOR Überqueren der Start/Ziel Linie bei Beendigung einer Pacekart-Phase: 30 Sekunden
Erzwingen einer Position beim Ausfahren aus der Boxengasse während einer Pacekart-Phase: 60 Sekunden
Unterschreiten des Mindestgewichts pro angefangenem 1 kg: 10 Sekunden je Fahrer, je Turn
Erkannter Betrugs-Versuch bei der Gewichts-Kontrolle: 60 Sekunden
Nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit zur Gewichts-Kontrolle erscheinen: 30 Sekunden
Unsportliches Verhalten (Ermessen der Rennleitung): 2 Minuten bis zu Disqualifikation des Teams
Nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit zum Kartwechsel erscheinen: 30 Sekunden
Nicht durchführen von vorgeschriebenen Fahrerwechseln: 60 Sekunden, je nicht durchgeführtem Wechsel
Beleidigung der Rennleitung durch Teammitglieder oder Betreuer: 2 Minuten bis zu Disqualifikation des Teams
Streiten mit der Rennleitung durch Teammitglieder oder Betreuer:
Ermessen der Rennleitung oder 2 Minuten bis zu Disqualifikation des Teams
Diffamierung der Rennleitung durch Teammitglieder: 2 Minuten bis zu Disqualifikation des Teams
Diffamierung der Rennleitung durch Betreuer:
Ausschluß der betreuenden Person von der Veranstaltung (Verlassen der Kartbahn!)
Ist die Betreuende Person ein(e) Begleiter(in) eine(s) minderjährigen Rennteilnehmer,
erfolgt automatisch die Disqualifikation dieses Fahrers.
Beleidigung anderer Teams oder Fahrer durch Teammitglieder auf / neben der Strecke
oder durch einen Betreuer:
Wahl des Teamchefs: 1 Minute Zeitstrafe für das Team ODER sofortiger Fahrerwechsel und Disqualifikation des betreffenden Fahrers. (Dieser Fahrerwechsel wird nicht als Pflichtwechsel gewertet.)
Der/die betreffende Fahrer(in) fährt das nächste Rennen unter „Bewährung“,
sollte sie/er bei der nachfolgenden Veranstaltung wieder durch ungebührliches Verhalten auffallen,
wird wie folgt bestraft:
1 Minute Zeitstrafe, verbunden mit sofortigem Fahrerwechsel und Disqualifikation des betreffenden Fahrers.
Sowie ein Rennen Sperre für diesen Fahrer. (Dieser Fahrerwechsel wird nicht als Pflichtwechsel gewertet.)
Erneute Beleidigung anderer Teams oder Fahrer während der gleichen Veranstaltung:
2 Minuten Zeitstrafe, verbunden mit sofortigem Fahrerwechsel und Disqualifikation des betreffenden Fahrers.
(Dieser Fahrerwechsel wird nicht als Pflichtwechsel gewertet.)
§27 Proteste
Proteste sind während des Qualifyings und des Rennens,
spätestens jedoch maximal 15 Minuten nach Rennende bei der Rennleitung schriftlich einzureichen.
Nach Ablauf der 15 Minuten-Frist werden Proteste nicht mehr berücksichtigt.
Nach Rennende fragt der Rennleiter ab, ob eventuelle Proteste vorliegen,
wird dies von allen Teams verneint, so wird die 15 minütige Protest-Frist aufgehoben und es können keine Proteste mehr eingereicht werden.
Ein Protest kann nur vom Teamchef oder dessen Stellvertreter bei der Rennleitung eingereicht werden.
§28 Flaggen / Lichtsignale
Grün: das Rennen ist frei gegeben
Gelb: absolutes Überholverbot im jeweiligen Sektor, Geschwindigkeit deutlich reduzieren
(Die Rundenzeiten werden von der Rennleitung kontrolliert)
Blau geschwenkt: Überrundung! Umgehend vorbei lassen.
Rot: Rennabbruch. Sofort anhalten, auf Anweisungen des Streckenpersonals warten.
S/W diagonal halbiert: Verwarnung, das Team wird nun verstärkt beobachtet,
im Wiederholungsfalls folgt Schwarz
Schwarz: Zeitstrafe! In der nächsten Runde in die Box fahren
Schwarz mit orange plus Startnummer: Kartwechsel, spätestens innerhalb der nächsten 2 Runden in die Box fahren.
(evtl. auch: Von aussen sichtbarer Defekt am Kart, spätestens innerhalb der nächsten 2 Runden in die Box fahren.
Schwarz/Weiß kariert: Rennende bzw. Ende des Qualifyings
§29 Verwendung von Boxen-Funk und eigenen Zeiterfassungssystemen
Die Verwendung von Funk ist gestattet, sofern alle Teamchefs zustimmen und die Durchführung der Veranstaltung seitens des Bahnbetreibers davon ungestört bleibt. Die Erlaubnis zum Einsatz von Funk ist vor Veranstaltungsbeginn beim Bahnbetreiber einzuholen.
Der Einsatz von eigenen Zeiterfassungssystemen ist gestattet, sofern sie die Zeitnahme des Bahnbetreibers nicht beeinflussen und/oder stören.
§30 Zeitnahme / Protokollierung
Die gefahrenen Rundenzeiten werden auch während des Rennens in regelmäßigen Abständen für den Rennleiter ausgedruckt.
Im Falle eines Defektes am Zeitnahme-System, wird das Rennen angehalten und es erfolgt gemäß der Platzierungen des letzten Ausdrucks ein fliegender Neustart nach der Reparatur des Zeitnahme-Systems.
Die Rennzeit läuft in diesem Fall weiter.
Nach Beendigung des Rennens erhalten die Teamchefs auf Wunsch ebenfals einen Ausdruck der Rundenzeiten.
§31 Punkteverteilung
Die Punkteverteilung je Rennen ist wie nachfolgend beschrieben gestaffelt.
Die Punkte werden über die Saison addiert.
Je einen Sonderpunkt erhält das Team mit der schnellsten Rennrunde, sowie das Team mit der Pole-Position.
Pro Rennen erhalten alle Teams Punkte nach folgendem Schlüssel:
1. Platz: 25 Punkte
2. Platz: 22 Punkte
3. Platz: 20 Punkte
4. Platz: 18 Punkte
5. Platz: 16 Punkte
6. Platz: 14 Punkte
7. Platz: 12 Punkte
8. Platz: 10 Punkte
9. Platz: 8 Punkte
10. Platz: 6 Punkte
11. Platz: 4 Punkte
12. Platz: 3 Punkte
13. Platz: 2 Punkte
14. Platz: 1 Punkt
15. Platz: 1/2 (0,5) Punkt
Pole-Position : 1 Sonderpunkt
Schnellsten Rennrunde : 1 Sonderpunkt
§32 Video-Aufzeichnungen und Fotografien
Video-Aufzeichnungen von einer Veranstaltung, deren Veröffentlichung und eventuelle komerzielle Nutzung sind dem Veranstalter und dem jeweiligen Bahnbetreiber vorbehalten.
Fotos dürfen von den Anwesenden jederzeit geschossen und frei verwendet werden.
Der Veranstalter bittet darum, Ihm diese Fotografien zur freien Verwendung zur Verfügung zu stellen.
Alle anwesenden stimmen durch das Erscheinen auf der jeweiligen Kartbahn ausdrücklich einer Veröffentlichung von Video- und Bildmaterial zu.
§33 Änderungen
Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Änderungen am Ablauf der Veranstaltung oder dem Reglement vorzunehmen, sofern die Situation dies erforderlich macht.
§34 Sonstige Bestimmungen
Alles was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten!